Das beliebte Strandbad Marie in Köln-Porz-Langel soll abgerissen werden. Das hat die Stadt Köln bekanntgegeben. Das traditionsreiche Strandbad, das am Ufer des Rheins viele Jahre als Treffpunkt und Ausflugsziel diente, wird in seiner bisherigen Form künftig nicht mehr bestehen. Die Abrissarbeiten sind Teil einer städtischen Neuordnung und sollen Platz für eine neue Nutzung schaffen.
Hintergrund der Entscheidung sind umfassende bauliche und strukturelle Mängel an den bestehenden Anlagen, die sich in den vergangenen Jahren verstärkt gezeigt haben. Nach Einschätzung der Stadt lassen sich diese nicht wirtschaftlich und sicher dauerhaft instandsetzen. Ein Erhalt in der bisherigen Form ist deshalb nicht mehr vorgesehen. Stattdessen sollen die Flächen neu entwickelt werden, wobei konkrete Pläne und Konzepte noch erarbeitet werden müssen.
Für Anwohnerinnen und Anwohner sowie Stammgäste des Strandbads bedeutet die Entscheidung einen Einschnitt: Viele verbinden persönliche Erinnerungen und sommerliche Freizeit mit dem Ort. Die Stadt hat bereits angekündigt, bei der Neuplanung Beteiligungsprozesse zu prüfen, um Erwartungen und Ideen aus der Bevölkerung miteinzubeziehen. Details zu einem möglichen neuen Nutzungskonzept stehen jedoch noch aus.
Der Abriss des Strandbads wird schrittweise umgesetzt. Einen Zeitplan mit genauen Terminen hat die Stadt noch nicht veröffentlicht. Klar ist jedoch, dass das Gelände in den kommenden Jahren eine andere Funktion erhalten soll als bisher. Aussagen zur Finanzierung oder zu ersten Bauphasen liegen derzeit noch nicht vor.